Konzept II (zu-hören) for Orchestra (2024/25)
Score
Score Preview
English
- Title: Konzept II (zu-hören) for Orchestra (2024/25)
- Composer: Heejung Kim
- Duration: approx. 3′47″
- Orchestration: 2 Flutes, 2 Oboes, 2 Clarinets in B♭, 2 Bassoons, 2 Horns in F, 2 Trumpets in C, 3 Trombones, Tuba, Timpani, Tam-Tam, Cymbals, Bass Drum (2 players), 1st Violin I & II, 2nd Violin I & II, Viola I & II, Violoncello I & II, Double Bass I & II
- Competition Version: 3′33″ — Composition of an Orchestral Encore for the competition at the Hochschule für Musik und Theater Rostock
- Program Note
The title Konzept II (zu-hören) represents a condition. Without a concept or an idea, my piece may either remain invisible or be difficult to grasp. Here, the concept functions both as an idea and as a starting point for the composition.A concept or idea is always important to me when composing. For this piece, however, I chose the subtitle “zu-hören” — literally, to listen attentively, or even to hear more.
The purpose of listening is to encourage thought, to make perception conscious, and to hear more than sound alone — to observe.The act of “zu-hören” means truly listening and making an effort to listen consciously. The audience may assume that they are already listening attentively, but this attention is often implicit and unconscious rather than reflected upon.
My musical experiments do not simply reveal themselves. Therefore, the concept of this piece is that these experiments and subtle processes can become perceptible through “zu-hören.”
On the surface of the music, there is a simple repetition. Through this simplicity, small compositional experiments and subtle differences can be perceived, such as changes in timbre, changes of instruments, or different playing techniques.
Because the structure and repetition are relatively simple, the audience can focus on these subtle differences and enter a situation in which observation and perception become easier.
The audience is therefore invited to listen, observe, and actively perceive differences. The meaning of the music is not directly explained, but emerges through listening itself.
This idea also relates to philosophical concepts such as “Difference and Repetition” by Gilles Deleuze.
Deutsch
- Werkkommentar
Der Titel Konzept II (zu-hören) stellt eine Bedingung dar. Ohne ein Konzept oder eine Idee wäre das Stück möglicherweise nicht sichtbar oder nur schwer zu erfassen. Konzept ist dabei sowohl als Idee als auch als Ausgangspunkt des Komponierens zu verstehen.
Beim Komponieren ist ein Konzept oder eine Idee für mich immer wichtig. Für dieses Stück habe ich jedoch den Untertitel „zu-hören“ gewählt. Ganz wörtlich bedeutet dies: aufmerksam zu hören – oder sogar mehr zu hören.Das Ziel des Hörens ist es, zum Denken zu bringen, die Wahrnehmung bewusst zu machen und mehr zu hören als nur Klang – nämlich zu beobachten.
Im Vorgang des „zu-hörens“ geht es darum, wirklich zu hören und sich darum zu bemühen, bewusst wahrzunehmen. Das Publikum geht davon aus, ohnehin aufmerksam zu hören. Diese Aufmerksamkeit bleibt jedoch häufig implizit und unbewusst und wird nicht unbedingt reflektiert.
Meine musikalischen Versuche und Experimente zeigen sich nicht unmittelbar. Deshalb besteht das Konzept dieses Stücks darin, dass diese Versuche durch das „zu-hören“ überhaupt erst sichtbar und wahrnehmbar werden können.
An der Oberfläche der Musik steht eine einfache Wiederholung. Gerade durch diese Einfachheit können kleine kompositorische Versuche und feine Unterschiede wahrgenommen werden – etwa Veränderungen der Klangfarbe, Instrumentenwechsel oder unterschiedliche Spieltechniken.
Da die Struktur und die Wiederholung vergleichsweise einfach gehalten sind, kann sich das Publikum stärker auf diese feinen Unterschiede konzentrieren. Dadurch entsteht eine Situation, in der Beobachtung und Wahrnehmung leichter möglich werden.
Das Publikum wird eingeladen, zuzuhören, zu beobachten und Unterschiede aktiv wahrzunehmen. Die Bedeutung dieser Musik wird daher nicht unmittelbar erklärt, sondern entsteht durch das Zuhören selbst.
Diese Idee steht auch in Bezug zu philosophischen Überlegungen wie „Differenz und Wiederholung“ von Gilles Deleuze.
Score Analysis
Analysis of the Score 1
Analysis of the Score 2






















